Wandern in der Naturarena Kärnten - Wanderwege und Routen
In der Naturarena Kärnten können Wanderer das Gebiet auf rund 1.000 Kilometern markierten Wanderwegen erkunden - und dazwischen immer mal wieder in einen kühlen Bergsee springen.
In Kärntens Naturarena erstrecken sich 1.000 Kilometer markierte Wanderwege, viele davon reichen grenzüberschreitend nach Italien. Es wurden 26 Themenwanderwege wie der Karnische Höhenwanderweg geschaffen. In den Sommermonaten Juni und Juli kann man hier die Wulfenia, eine seltene Pflanze, die ausschließlich in der Kärnter Naturarena vorkommt, blühen sehen. Sehr geschichtsträchtig ist eine Wanderung entlang der österreichisch-italienischen Grenze, genannt der Friedensweg.
Baden und Wandern am Weissensee
Eine Wanderung lässt sich gerade im Sommer mit einem erfrischenden Bad in einem kühlen Alpensee verbinden. Der Weissensee liegt auf 930 Metern Seehöhe und gilt als der reinste Badesee in den Kärntner Alpen. Um den Weissensee führen rund 200 Kilometer ausgeschilderte Wanderwege, zum Teil bis auf eine Höhe von 2.300 Metern. Die Wanderwege sind sehr unterschiedlich: Einige führen als ebene Spazierwege um den See, andere steigen steil an und bringen die Wanderer hinauf zu Berggipfeln und grünen Almen. Auch neun Themenwanderwege schlängeln sich durch die Gegend um den Seebereich: Man kann „dem Waldglas auf der Spur“ sein oder entlang des Märchenuferwegs die Weissensee-Legende kennenlernen. Etliche bewirtschaftete Almen laden zur Rast ein und versorgen die Wanderer mit einer deftigen Jause. Wer es zwischendurch lieber gemütlich angehen möchte, der findet zwei ideale Wander-Hilfen: Zum einen kürzen Schifffahrten über den Weissensee den Weg ein bisschen ab, zum anderen erleichtert die Bergbahn Weissensee den Aufstieg zum Gipfel.
Lesachtal: Wandern in einer der schönsten Landschaften Europas
1995 wurde das Lesachtal zu „Europas Landschaft des Jahres“ gewählt, die Landschaft hat sich seitdem nicht verändert. Zahlreiche markierte Wanderwege von insgesamt 300 Kilometern Länge führen durch das Naturschutzgebiet um den Wolayersee oder die blumenreichste Wiese Europas. Empfehlenswert ist auch die Flusswanderung entlang der Gail oder die Almwanderung zu bewirtschafteten Hütten auf der Steineckenalm. Der Gailtaler Höhenweg führt entlang der Gailtaler Alpen und den Liezener Dolomiten. Da er auf der Sonnenseite des Lesachtales liegt, ist er schon früh im Jahr begehbar. Im Lesachtal werden wöchentlich Themenwanderungen veranstaltet: kulinarische Wanderungen, Mühlenführungen oder eine Wanderung zur Kraftquelle Radegund.
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Brauchtum erleben im Gailtal
Eingebettet zwischen den Karnischen Alpen und den Gailtaler Alpen liegen die Orte St. Stefan im Gailtal, Nötsch im Gailtal und Feistritz an der Gail. In Nötsch befindet sich ein Segelflugplatz, der die Gelegenheit bietet, die Almenlandschaft von oben zu betrachten. Zu sehen gibt es neben den Tälern, eine abwechslungsreiche Kombination aus blühenden Almen und schroffen Felsen. Wer lieber zu Fuß wandert, durchquert im Gailtal das Zentrum des 1. Kärntner Naturparks. Gerade vor und um Pfingsten lohnt sich ein Besuch in Feistritz, da der Feistritzer Jahreskirchtag ein kulturell wichtiges Ereignis darstellt und die Vorbereitungen für das Kufenstechen einige Wochen andauern. Dabei versuchen die Burschen aus Feistritz vom galoppierenden Pferd aus die Kufe, ein auf einen Pfahl gestecktes Fass, zu zerschlagen. Der Sieger erhält das „Kranzl“, einen in Handarbeit angefertigten Blumenkranz. Das Kufenstechen geht zurück auf die im 15. Jahrhundert erfolgreich abgewehrten Türkenbelagerungen. Die regionalen Spezialitäten wie den Gailtaler Speck, den Almkäse oder den echten Gailtaler Honig sollte man unbedingt versuchen.
Naturverbundenes Wandern im Gitschtal
Das Gitschtal liegt zwischen dem Weissensee und dem Nassfeld sehr zentral in der Naturarena Kärtnen. Unberührte Natur und saubere, frische Luft genießt der Urlauber beim Wandern in der Weißenbachklamm. Doch auch in dieser naturbelassenen Gegend finden sich Almhütten, die zünftige Brettljausen servieren. Nicht nur Wanderer kommen im Gitschtal auf ihre Kosten. Es gibt auch zahlreiche Radwege und Mountainbike-Routen in der Gegend. Pferdeliebhaber finden einige Ställe, in denen auch Reitkurse angeboten oder Reitausflüge organisiert werden. Romantiker können eine Kutschenfahrt durch das Tal unternehmen.
Wandern über Klettersteige in der Region Nassfeld-Hermagor-Pressegger See
In dieser Region befindet sich der zweitgrößte Schilfgürtel Österreichs, in dem der Pressegger See liegt. Das Wasser dieses Sees hat Trinkwasserqualität, die Wassertemperatur liegt bei bis zu 28 Grad Celsius. Kein Wunder, dass der Pressegger See zu Österreichs wärmsten Badeseen zählt. Beim Wandern in der Region Nassfeld-Hermagor müssen viele Klettersteige überwunden werden. Eine recht einfache und durchaus familientaugliche Route ist der Aufstieg zum Zottachkofel auf 2.046 Metern Seehöhe. Diese Wanderung dauert etwa 90 Minuten, wenn als Ausgangspunkt die Rattendorfer Alm gewählt wird. Von dort wandert man etwa 30 Minuten in Richtung des Karnischen Höhenwegs und nimmt dann die Abzweigung über das Steinerne Meer. Zum Zottachkofel gelang man über die Nordseite. Für den Abstieg kann ein anderer Weg genommen werden: Über die etwas flachere Südseite gelangt man wieder zum Karnischen Höhenwanderweg und folgt diesem zurück zur Rattendorfer Alm.
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