Wandern in der Sierra Nevada: Rundweg Pampaneira-Bubión-Capileira

Wandern an der Südseite der Sierra Nevada: maurische Dörfer, Schluchten und unvergleichliche Natur im Herzen der Alpujarra.

Die drei Dörfer Pampaneira, Bubión und Capileira sind schon an sich einen Besuch wert, auch wenn die Anfahrt mühsam und kurvenreich ist. Sie liegen eingebettet in ein Hochtal der Alpujarras an der Südseite der Sierra Nevada und weisen noch das typische Ortsbild der ehemals maurischen Dörfer mit niedrigen, weißen Flachdachhäusern auf. Pampaneira sollte man von oben betreten, da der untere Teil des Dorfes von den Touristen-Läden besetzt ist. Im oberen Teil jedoch findet man noch die typischen unregelmäßigen Gassen und Durchgänge und sogar ein altes Waschhaus.

Der Wanderweg beginnt am oberen Ende von Pampaneira an der A-4132, wo es auch Parkplätze gibt. Er ist insgesamt nur sechseinhalb Kilometer lang, also gerade recht für einen Tagesausflug mit Ortsbesichtigung. Man sollte ca. zweieinhalb Stunden einrechnen. Dort nimmt man den Weg in Richtung Bubión, der unter Nussbäumen und Esskastanien hindurch zur Era de la Ermita führt. Hier kann man noch die alten und noch immer aktiven Bewässerungssysteme der Region bewundern, welche die Landschaft durchziehen. Ihnen hat die Alpujarra ihre grünen Wälder zu verdanken.

Den Berg in Richtung Bubión hinaufsteigend, gelangt man bald zur Iglesia de Nuestra Señora del Rosario aus dem 16. Jahrhundert. Bubión betritt man im unteren Teil des Dorfes, dem Barrio Bajo. Beim Durchqueren des Dorfes trifft man abermals auf mehrere Brunnen und Waschhäuser, die direkt mit dem Wasser der Alpujarra versorgt werden. Am Sportplatz vorbei nehmen wir den Weg in Richtung Capileira, dem höchstgelegenen der drei Dörfer.

Der Weg führt auf der anderen Seite des Dorfes wieder hinaus bis zum Puente del Chiscal, wo der Weg den Fluss Poqueira überquert. Auf der anderen Seite des Flusses trifft man auf zahlreiche kleine Hütten im typischen Baustil der Alpujarra, die meisten davon bereits zerfallen, die unter anderem den Ziegenhirten als Unterschlupf dienten. Die Vegetation besteht nun aus dem typischen Bewuchs der Alpujarra, den Eichen und Kastanienbäumen.

Nun führt der Weg hinab in die Schlucht des Tajo del Diablo, über dem sich das Dorf Capileira erhebt, bis zur Brücke Puente del Molino de Bubión, die abermals den Fluss Poqueira überquert. Hier kann man im Sommer zahlreiche seltene Schmetterlingsarten beobachten. Die Sierra Nevada ist bekannt für ihren Artenreichtum. Der Weg führt nun weiter in Richtung Bubión, wo er kurz vor dem Eingang des Dorfes auf den beim Hinweg eingeschlagenen Weg trifft, der uns zurück nach Bubión und von dort auf demselben Weg wie zuvor nach Papmaneira führt. Weitere Informationen zu diesem und anderen Wanderwegen kann man beim Punto de Información in Pampaneira bekommen.

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Autor: uligroener  05.11.2010 |  Beitrag hilfreich? Ja | Nein

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