Wandern in Finnlands Nationalparks: Hütten- und Zelt-Wanderung
Trotz eines begrenzten Jedermannsrechts ist das Wandern in Finnlands Nationalparks oft möglich und ein tolles Naturerlebnis. Eine Hütten- und Zeltwanderung in Lappland kann zu einem unvergesslichen Ereignis werden
Finnland ist mit knapp 340.000 Quadratkilometern das nach Schweden zweitgrößte Land in Skandinavien. Insgesamt 35 Nationalparks sind über das gesamte Land verteilt, und ihre Gesamtfläche beträgt mit rund 8.200 Quadratkilometern gerade einmal etwas mehr als zwei Prozent der Gesamtfläche des Landes. Wandern in Finnlands Nationalparks ist grundsätzlich möglich, und in allen Fällen ein Leben in und mit der Natur. Es gibt sowohl ausgewiesene Wanderrouten als auch bis hin zu abenteuerliche Gelegenheiten zum Trekking. In den größeren und großen Nationalparks werden geführte Hütten- und Zeltwanderungen angeboten, die von erfahrenen Scouts geleitet werden. Abgesehen davon kann ein mehrtägiges Wandern in Finnlands Nationalparks aber auch komplett in Eigenregie geplant und realisiert werden.
Wandern in Finnlands Nationalparks an der Grenze zu Lappland
Der Lemmenjoki-Nationalpark ist eine der größten wegelosen Wildnisflächen in Europa. Er liegt im Norden des Landes in Lappland an der Grenze zum Nachbarland Norwegen. Der Lemmenjoki-Fluss ist Namensgeber des Nationalparks, der knapp 3.000 Quadratkilometer groß ist und Mitte der 1950er Jahre gegründet wurde. Zum Wandern und Trekking ist ein etwa 60 Kilometer langes Wanderroutennetz inklusive Feuerstellen und Schutzhütten im Basisgebiet ausgewiesen. Im Lemenjoki-Nationalpark leben unter anderem Braunbären, Wölfe, Elche und Steinadler. Im so genannten Wildnisgebiet gibt es keine Wanderrouten, einige Pfade zum Wandern sind markiert und dürfen nicht verlassen werden. Einen deutlichen Kontrast beim Wandern in Finnlands Nationalparks bietet der Bottenwiek-Nationalpark. Er ist 157 Quadratkilometer groß, von denen lediglich knapp drei Quadratkilometer reine Landfläche sind. Er wurde im Jahre 1991 gegründet und liegt im nördlichsten Teil des Bottnischen Meerbusens im Norden des Landes. Im Gegensatz zu einer recht reichhaltigen Tier- und Pflanzenwelt führen nicht allzu viele Trekking- und Wanderrouten durch den Bottenwiek-Nationalpark. Auf einigen der kleinen Inseln können historische Bauten von früheren Fischerdörfern besichtigt werden.
Wer ein Wandern in Finnlands Nationalparks plant, sollte den Patvinsuo-Nationalpark in die Reiseplanung mit aufnehmen. Er ist etwas über 100 Quadratkilometer groß und liegt im Süden von Finnland. Der Patvinsuo-Nationalpark wurde im Jahre 1982 gegründet mit dem vorrangigen Ziel von Erhalt und Erforschung des natürlichen Sumpfes in dieser Region. Im Park sind Schutzzonen ausgewiesen, die nicht zugänglich sind. Es sind etwa 80 Kilometer Wanderrouten markiert, und die sieben ausgewiesenen Zeltplätze bieten sanitäre Anlagen sowie Feuerstellen. Aktivitäten wie beispielsweise Angeln, Rudern oder Schwimmen sind gestattet, und das Sammeln von Beeren und Pilzen gehört ebenfalls zu einem mehrtägigen Aufenthalt im Patvinsuo-Nationalpark, der auch einige bis heute unangetastete Urwälder umfasst.
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