Wanderung über die drei Kaps an der Côtes d' Armor

Wer einmal die Bretagne bereist, sollte sich die atemberaubende Smaragdküste mit den faszinierenden Naturschauspielen der Kaps nicht entgehen lassen.

Der Zöllnerweg, der sich von der Austernstadt Cancale bis nach Saint-Nazaire, gelegen an der Loire-Mündung, erstreckt, wurde im 18. Jh. gegen die Schmuggler errichtet. Ein besonders schöner Abschnitt des Zöllnerweges mit lohnenswerten Aussichten, ist die Strecke zwischen Pléneuf-Val-André und dem Cap Fréhel. Seine Rad- oder Fußwanderung im Ausgangsort Pléneuf-Val-André beginnend, betritt der Reisende den Klippenweg bei der Vogelschutzinsel Verdelet. Bei der Umrundung der Felsnase lässt sich das faszinierende Treiben der Paraglider beobachten. Diese erheben sich von den Klippen und gleiten durch die Aufwinde an der Küste entlang.

Weiter den Klippenweg entlang führt dieser auf den breiten und langen Sandstrand von Saint-Pabu, der gern von Strandseglern genutzt wird. Am Ende des Strandes steigt der Wanderer bis auf einen Höhenweg oberhalb der Klippen und gelangt kurz darauf an den wunderschönen Plage de Caroual. Dieser malerische, beim Seebadeort Erquy liegende, Sandstrand bietet einen herrlichen Blick auf die Bucht und das Cap Erquy. Ein Zwischenstopp im Seebadeort ist empfehlenswert.

Etwa 30 Minuten zu Fuß entfernt befindet sich das Cap Erquy. Dieses ca. 170 ha große Naturschutzgebiet mit seinem goldgelben Ginster und lilafarbenen Heidekrautgewächsen, ist eine der bedeutendsten natürlichen Umgebungen der Côtes d'Armor. Auch geschichtlich ist das Kap von Bedeutung. Zeugen sind die alte Kugelbrennerei, die früheren Steinbrüche und nicht zuletzt der Zöllnerweg, der über das Kap führt. Früher diente das Kap der Küstenwache als Stützpunkt. Wandert der Besucher auf dem Weg entlang der Klippen, lässt sich ein wunderschöner Blick auf das smaragdgrüne Meer werfen, das je nach Wetterlage und Sonnenstand in immer neuen Schattierungen das Auge des Betrachters fasziniert. An der Felsnase angekommen, bieten sich weitere schöne Ausblicke: in westlicher Richtung ist unterhalb der Klippen ein grau-rosafarbener Kieselstrand zu erkennen. Gegenüber des Kaps liegen die Sandstrände Plage de Caroual und Grève des Vallées, der Blick schweift weiter auf eine Landzunge und dem Aussichtspunkt Pointe de Pléneuf mit der vorgelagerten Insel Verdelet. Bei gutem Wetter ist in der Ferne die Bucht von Saint-Brieuc, die Pointe de l'Arcouest und die Insel Bréhat zu sehen. Wendet sich der Betrachter in Richtung Osten, fällt der Blick auf das Cap Fréhel mit seinem Leuchtturm.

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Vom Cap Erquy auf dem Zöllnerweg, gelangt der Wanderer nach Sables-d'Or-les-Pins. In diesem kleinen, einer Westernstadt ähnelnden Badeort, herrscht ein saisonaler Hochbetrieb. Viele Snack-Bars, ein Fahrradkutschen-Verleih für zwei bis acht Personen, ein Casino, eine Hüpfburg und ein Karussell für die Jüngsten und ein schöner Badestrand, locken Einheimische sowie internationales Publikum gleichermaßen nach Sables-d'Or-les-Pins.

Weiter zieht es den Wanderer über die Höhen zum Strand Pléhérel, eine wunderschöne Bucht mit Sanddünen. Der Strand ist bis zum Wasser leicht abschüssig und garantiert Badespaß mit größeren Wellen. Dem Cap Fréhel mit seinem Leuchtturm und dem Granitrücken ein gutes Stück näher gekommen, bietet es von Pléhérel aus ein sehr beliebtes Fotomotiv. Am Cap Fréhel selbst eröffnen sich zahlreiche herrliche Ausblicke die Küstenlinie entlang. Vom Kap führt der Weg zum Fort la Latte. Diese berühmte Filmkulisse ist zu besichtigen und einen Zwischenstopp allemal wert. Landeinwärts, über Matignon kommend, mit seinem großen Regional-Markt am Mittwoch geht es weiter zum Cap Le Guildo. Vom Kap schweift der Blick über die alte Korsarenstadt Saint-Malo mit den vorgelagerten Kanalinseln, den Seebadeort Dinard und Saint-Cast. Für einen längeren Aufenthalt hält die Region Unterkünfte, Campingplätze, Einkaufsmöglichkeiten bereit und für das leibliche Wohl die regionale Gastronomie.

Die Anreise zu den einzelnen Orten erfolgt mit dem Auto aus Richtung Rennes kommend, weiter über die Land- und Schnellstraßen Richtung Saint-Malo oder Saint-Brieuc an die Küste. Reisende mit der Bahn fahren mit dem TGV entweder bis Rennes und steigen dort in Richtung Saint-Malo um oder bis Lamballe, Weiterfahrt mit dem öffentlichen Busnahverkehr bis zum Seebadeort Erquy und Pléneuf-Val-André. Auch eine Anreise mit dem Flugzeug ist bis Rennes möglich mit Umsteigen auf die Bahn.

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Autor: nbretagne24  09.02.2011 |  Beitrag hilfreich? Ja (1) | Nein

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