Weimar - Die Stadt der Dichter und Denker
Weimar ist eine sehr idyllische Stadt mit einer, für die deutsche Literatur, prägenden Geschichte. Es gibt in Weimar viele Sehenswürdigkeiten und auch sonst viel zu entdecken.
Weimar liegt in Thüringen an der Ilm und südöstlich des Ettersbergs. Es hat eine Fläche von 84,26 km² und knapp 64.938 Einwohner. Weimar ist eine kreisfreie Stadt, besteht aus 12 Ortteilen und ist die viertgrößte Stadt Thüringens. Weimar ist mit seinem ganz besonderen Flair und Charme 1999 zur Kulturhauptstadt gewählt worden. Sie birgt wunderschöne Gebäude und viele Erinnerungen an vergangene Zeiten. Sie ist eine idyllische und harmonische Stadt und kann nicht nur mit einem goldenen und ein silbernen Zeitalter trumpfen, sondern beherbergte in ihrer Vergangenheit große Dichter und Denker.
Geschichtlicher Hintergrund
Nach dem Dreißigjährigen Krieg erlebte Weimar einen kulturellen Aufschwung. Unter der Führung von Herzog Wilhelm IV. wurde das Schloss neu errichtet und 1653 der Zwiebelmarkt, der noch heute eine bekannte Attraktion ist, ins Leben gerufen. Darauf folgte ab 1772 das „Goldene Zeitalter“ (auch die „Weimarer Klassik“ genannt) mit der Fürstin und Frau von Ernst August II Anna Amalia. Sie beauftragte Wieland ihre Prinzen zu erziehen und somit war das erste Mitglied des Weimarer "Viergestirns" in Weimar ansässig. 1775 kam Goethe nach Weimar auf Einladung des Sohnes Anna Amalias Carl August I. Goethe wurde in die Gesellschaft eingeführt und wurde Mitglied des geheimen Legationsrats und Mitglied des Ministerrats. Zwei weitere Berühmtheiten folgten Goethe nach Weimar. 1776 verschlug es Herder und 1787 Schiller in die wunderschöne Stadt.
Diese „Vier“ werden das klassische Weimarer „Viergestirn“ genannt, welche literarische Meisterwerke vollbrachten. Sie blieben in Weimar bis zu ihrem Tod. Das „Silberne Zeitalter“ 1842 begann mit Carl August, seiner Frau Maria Pawlowna und ihrem Sohn Carl Alexander. Diese bemühten sich darum bekannte Dichter und Musiker an ihren Hof zu bekommen, so auch Franz Listz, welcher eine Stelle als Hofkapellmeister annahm. Zudem ließen sie Denkmäler, dem „Viergestirn“ zu ehren, erbauen.
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Sehenswertes
Ein Besuch der Stadt ist wie eine Reise in die Vergangenheit. Überall bunte, schöne Häuser, breite Alleen und Statuen oder Büsten von berühmten Persönlichkeiten. Zudem bietet Weimar ein weites Spektrum an Sehenswürdigkeiten. Wer an Literatur interessiert ist, kann auf den Spuren Goethes und Schiller wandeln und deren Häuser besichtigen (auch mit Audio-Guide). Das Gartenhaus Goethes, welches im wunderschön angelegten Park an der Ilm liegt und in dem Goethe einige Zeit lebte, zieht auch so manchen Goethe-Liebhaber an. Das Weimarer Museum ist empfehlenswert, da es eine interessante Führung durch die Geschichte Weimars und somit auch Goethes und Schillers bietet. Auch der Friedhof in dessen Gruft die Särge von Goethe und Schiller stehen könnte interessant sein. Allerdings sollte man wissen, dass nur in dem Sarg Goethes auch tatsächlich Knochen liegen. Der Sarg Schillers ist leer. Bei einem Stadtrundgang, entweder zu Fuß oder zu Pferd wird einem Wissenswertes über die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt mitgeteilt. Mit einem Oldtimer kann man mit Stil zu dem Barock-Schloss „Belvedere“ gelangen. Die Amalia Bibliothek ist ebenfalls im barocken Stil eingerichtet und hat ihren ganz besonderen Charme.
Empfehlenswert ist auch eine Besichtigung des Bauhaus Museums. Das Bauhaus galt als„Rebellion“ gegen die Gesellschaft um 1919, förderte jedoch zugleich junge, talentierte Künstler. Im Museum werden heute Informationen über die Geschichte des Bauhauses und zudem ausgefallene Arbeiten ausgestellt. Das Nationaltheater, welches an Goethes Geburtstag 1848, nach einem Wiederaufbau, wiedereröffnet wurde, ist ebenfalls einen Besuch wert. Jede Woche werden dort Goethestücke aufgeführt. Vor dem Theater befindet sich eine Goethe-Schiller-Statue zur Erinnerung an die zwei Dichter der Weimarer Klassik.
Wer nach den Sehenswürdigkeiten Hunger bekommt, dem stehen vielerlei Cafés zur Verfügung. Von preiswert bis gehoben ist alles dabei. Bei „Luise“, welche in der Humboldtstraße zu finden ist, gibt es die besten Pommes der Stadt und im „Weißen Schwan“, direkt neben dem Goethehaus, hat Goethe selbst häufig gespeist. Die beste Thüringer Bratwurst kann man auf dem Marktplatz ergattern. Auf dem Marktplatz besteht zudem die Möglichkeit dem Glockenspiel des Rathauses zu lauschen, welches vier Mal am Tag spielt. Da Weimar zudem auch eine Studentenstadt ist, bietet sie eine breite Nachtszene. Neben Jazzclubs gibt es Kneipen aber auch Diskotheken. Wer länger in Weimar verweilen möchte hat vielerlei Möglichkeiten. Es gibt preiswerte Hostels, wie das Labyrihthhostel, aber auch teurere Übernachtungsmöglichkeiten wie Pensionen (Asbach Appartments), bis hin zu sehr teuren Hotels (Grand Hotel Russicher Hof). Auf jeden Fall ist Weimar einen längeren Aufenthalt wert.
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