Welterbe in Goslar - Die Altstadt und das Bergwerk
Nirgends bekommt man 1.000 Jahre Bergbau so plastisch vor Augen geführt, wie im Welterbe in Goslar. Die Altstadt Goslar und das Bergwerk Rammelsberg sind einzigartige Zeitzeugen.
Am Rande des Harzes liegt das mittelalterliche Welterbe in Goslar, das 1992 zum Weltkulturerbe der UNESCO erklärt wurde. Vor fast 1100 Jahren wurde die Stadt im Einzugsgebiet der Oker von Heinrich I. gegründet. Heinrich I. war König der Ostfranken und so ist Goslar ein geschichtsträchtiger Ort, was sich besonders in der Kaiserpfalz widerspiegelt. Sie wurde zwischen 1040 und 1050 erbaut. 200 Jahre lang diente sie als Versammlungsort für Reichsversammlungen und Hoftage, war Residenz von Königen und Kaisern bis 1253. Das einzigartige Gebäude deutscher Baukunst liegt südlich der Altstadt zu Füßen des Rammelsberges. Die Altstadt Goslar im Welterbe in Goslar schmücken enge Gassen aus Kopfsteinpflaster und die hübschen Fachwerkhäuser, über 1.500 an der Zahl, zeugen von Handwerkskunst aus dem Mittelalter.
Besondere Bedeutung kommt dem bereits erwähnten Rammelsberg zu, wahrscheinlich begründet sich in ihm die Entstehungsgeschichte, mit Sicherheit aber der Reichtum der Stadt Goslar. Nach einer Sage band einst ein Ritter des Königs, sein Name war Ramm, sein Pferd während der Jagd an einen Baum. Das Pferd scharrte am Boden und legte damit die Erzader frei, mit der alles anfing. Nun, Sagen haben immer ein Stück Wahrheit und nicht erst seit Ritter Ramms Zeiten ist der Harz als Gebiet für Erzfunde bekannt. Das wussten und nutzten bereits die alten Römer. Im Welterbe in Goslar und am Rammelsberg begann der Erzabbau im größeren Rahmen 968. Seitdem verließen in über eintausend Jahren Bergbaugeschichte 30 Millionen Tonnen Silber- und Kupfererz den Berg. Das Bergwerk Rammelsberg ist damit ältestes durchgehend betriebenes Bergbaugebiet der Welt.
Es bildet mit der Altstadt Goslar und der Kaiserpfalz eine Einheit im Weltkulturerbe. Seit 1988 ist die Grube stillgelegt und dient als Besucherbergwerk mit zahllosen Führungen und Veranstaltungen. Mit der Originalbahn kann der Besucher einfahren und bekommt anschaulich die Geschichte des Bergbaues Rammelsberg erklärt. Zugleich ist die Anlage Museum für 1.000 Jahre Bergbaugeschichte. Die Eintrittspreise bewegen sich, abhängig von der Anzahl der gebuchten Führungen von 4 Euro für Kinder und 6,50 Euro für Erwachsene bis 40 Euro für ganze Familien. Gruppenpreise variieren von 5,50 Euro bis 12,50 Euro pro Person. Die Öffnungszeiten sind täglich von 9.00 bis 18.00 Uhr. Die letzte Führung beginnt 16.30 Uhr. Am 24. und 31. Dezember ist das Besucherzentrum geschlossen. Abendführungen werden auf Anfrage durchgeführt
In das Welterbe in Goslar wurde ebenfalls die Oberharzer Wasserwirtschaft (auch: Oberharzer Wasserregal) integriert. Ihre Gründung geht auf Zisterziensermönche im 13. Jahrhundert zurück. Ein einzigartiges System von Teichen und Gräben, die der Speicherung des Wassers dienen, trieb die Wasserräder in den Bergwerken, wie dem Rammelsberg, an. Im Zuge der Landschaftspflege werden die Systeme, die sich über eine Fläche von 200 Quadratkilometern erstrecken, weiterhin gepflegt und erhalten.
Weiterführende Inhalte zu Welterbe in Goslar - Die Altstadt und das Bergwerk
Am Ilsestein, Ilsenburg7 Tage Sachsen-Anhalt, 3.5 Sterne DZ, Frühstück ab 268€ buchen
Ferienhaus, 6 Pers.45 qm, Zorge ab 122€ buchen
Weitere Inhalte zeigen
Weiterführende Reisetipps
Verwandte Artikel
- Romantikwochenende in Goslar - Spaziergang durch die Stadt
- Stadtteile Hahnenklee-Bockswiese
- Der Kaiserweg im Harz – Wandern auf einem Themenweg
- Ausflugsziele in Niedersachsen für die ganze Familie
- Zwischen Harz und Heideland - Fahrradtouren für Anfänger und Fortgeschrittene
- Historisches Kupferbergwerk Düppenweiler - Geschichte unter Tage
- Sehenswürdigkeiten Braunschweig
- Silvesterurlaub mit Kind im Harz
