West-Island – Mehr als nur Reykjavik
Neben der Hauptstadt Islands gibt es im Westen des Landes auch noch zahlreiche andere Dinge zu entdecken. So auch zwei Halbinseln, einen großen Vulkan und Wale, die sich vor der Küste tummeln.
Der Westen Islands ist der wohl am dichtesten besiedelte Raum des Landes und wird aufgrund dessen auch am meisten besucht. Besonders Reykjavik, die Hauptstadt, ist einen Besuch wert und sollte bei einem Besuch in West-Island nicht außer Acht gelassen werden. Südlich von Reykjavik stößt man auf die Halbinsel Reykjanes, auf der sich eine Vielzahl an Naturschönheiten befinden. Dazu gehört auch das geothermische Gebiet Krisuvik, das sich durch verschiedene Schwefel- und heiße Quellen auszeichnet. Ganz in der Nähe kann man auch die stillen und beinahe unheimlichen Gewässer des Kleifarvatn See bestaunen, der der größte See auf der Halbinsel ist. An seinem tiefsten Punkt ist er ganze 97 Meter tief und verfügt über zwei Bereich, die höhere Temperaturen aufweisen. An einer Spitze auf Reykjanes findet man das kleine Dorf Hafnir, das sich geradezu an die Küste zu klammern scheint. Auf nahegelegenen Felsen, die mit die schönsten in ganz Island darstellen, versammelt sich immer eine beachtliche Anzahl von Vögeln, die so ein herrliches Fotomotiv abgeben.
Das nördliche Gebiet von West-Island ist reich an historischen Sehenswürdigkeiten und bietet eine Kulisse für zahlreiche isländische Sagen. Das Wetter in diesem Gebiet ist meist sehr stürmisch und temperamentvoll, weshalb man stets einen Regenmantel im Gepäck haben sollte. Wer schon immer mal Wale zu Gesicht bekommen wollte, der ist am Havalfjordur an der richtigen Adresse. Da in Island die Jagd auf diese beeindruckenden Tiere nicht mehr erlaubt ist, bieten die Gewässer um die ganze Insel eine große Vielfalt an verschiedenen Walarten. An der Mündung des Fjords befindet sich die kleine Stadt Akranes, die in Island als erste Siedlung überhaupt von Menschen bewohnt wurde. Im Borgarfjorout Museum in Akranes erhält man einen großartigen Einblick in die Geschichte der Stadt und die vielen Legden, die sie umgeben.
Neben der Reykjanes Halbinsel lädt auch die Snaefellsnes Halbinsel zu einem Aufenthalt ein. Die Südküste dieser Halbinsel hat eine spektakuläre Landschaft und besitzt mehrere Lavafelder. Der Vulkan Snaefell, der über drei Vulkanschlote verfügt, erhebt sich majestätisch auf der Insel empor. Er hat eine Höhe von ca. 1.400 Metern und ist eine der berühmtesten Sehenswürdigkeiten Islands. Der Vulkan kann auch bestiegen werden, was aber nur Profis zu empfehlen ist. Oben angekommen, wird man mit einer unvergesslichen Aussicht belohnt. Die größte Stadt auf Snaefellsnes ist Stykkisholmur, die größtenteils von Fischfang und Tourismus lebt. Sie hat eine Einwohnerzahl von gerade mal 1.200 Menschen und ist dennoch in diesen Gebiet ein wichtiger Handelsposten. Von dort aus kann man auch ein Boot nehmen und die unzähligen kleinen Inseln in der Nähe erkunden, von denen viele mit einer regelrechten Vogelwelt bevölkert sind.
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