Wien im Freien genießen: im Schanigarten
Im Schanigarten an der frischen Luft schmeckt alles noch viel besser. Hier lassen sich laue Sommerabende genießen.
Wien ist besonders schön, wenn man mit Freunden ein Bier im Schanigarten trinkt, einen Kaffee oder ein kleines Gulasch im Schanigarten konsumiert. Doch was ist bitte ein Schanigarten? Das ist ganz einfach. Ein Schanigarten ist ein mehr oder weniger großer Gasthausgarten. Die erste Genehmigung dafür gab es bereits im Jahr 1750, als am Wiener Graben ein Italiener vor seinem Café einen Gastgarten aufstellte und die Wiener damit begeisterte. Ja und warum heißt das Schanigarten? Es gibt verschiedene Anekdoten, wie es zu diesem Namen kam. Entweder kam es von "Giannis Garten" oder weil ein Hilfskellern, damals Schani genannt, vom Besitzer aufgefordert wurde "Schani trag den Garten auße".
In Wien haben etwa 1.800 Lokale die Erlaubnis, einen Schanigarten vor ihrem Restaurant, Gasthaus oder Café zu haben. Diese Gärten sind sehr beliebt, denn an der frischen Luft schmeckt alles besser. Man sitzt unter Sonnenschirmen, Markisen oder Vordächern, zwischen Blumentrögen, unter Bäumen oder zwischen Pflanzen in Töpfen und genießt nicht nur das Getränk oder das Essen, sondern kann auch Menschen beobachten. In Wien gibt es jährlich "den goldenen Schani" als Auszeichnung für besonders nette und beliebte Schanigärten.
Einige der ausgezeichneten Schanigärten aus dem Jahr 2010: Das "Café Korb" im 1.Bezirk ist eine Institution in Wien. Im Schanigarten werden verschiedene Stile durch verschiedene bunte Sessel gemischt. Im "Schwarzen Kameel" laden weiß gedeckte Tische ein, von den Köstlichkeiten zu probieren. Schirme schützen vor Sonne oder Regen und es gibt täglich frische Blumen. Im "Glacis Beisl" sitzt man wunderbar in einem schattigen Gasthausgarten unter alten Nussbäumen. Auch hier wurde die Blumendekoration besonders gelobt. Oder man sitzt im "wake_up", einem der schönsten Flecken an der Neuen Donau. Dabei handelt es sich um ein Restaurant mit Strandbar beim Wakeboardlift. Von den großen Holzterrassen hat man einen herrlichen Blick aufs Wasser und kann dort die schönsten Sonnenuntergänge genießen. In der Kategorie Klein, aber oho gewann das "Basilicum", das sich selbst als Winzling in der Vorstadt bezeichnet. Hier wechselt die Speisekarte wöchentlich und der Schanigarten mit nur acht Plätzen ist mit Blumen und Dekogegenständen herausgeputzt. An kühlen Sommerabenden werden die Gäste mit Heizstrahlern und kuscheligen Decken verwöhnt. Viele Wiener haben ihren Stamm-Schanigarten, in dem sie gerne einen lauen Sommerabend genießen.
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