Wien in sechs Tagen.
Wien hat interessante Attraktionen von Kultur und Nachtleben, man kann gut in nur sechs Tagen von allen Seiten erleben.
Montag
Man kann erstmal ankommen und im Hotel/in der Privatunterkunft einchecken, ankommen und sich an das österreichische Flair, die Menschen die Sprache gewöhnen. Am schönsten ist es im späten Frühling, wenn die ganze Stadt beginnt aus dem Winterschlaf zu erwachen oder natürlich in DER Touristenzeit Österreichs, dem Winter, wenn alles schön verschneit ist und am Rathausplatz ein riesiger Christkindlmarkt aufgebaut ist.
Für den ersten Tag ist eine kleine Stadtführung durch die alte Innenstadt genau das richtige. Hier geht man beispielsweise vom Stephansdom über diverse kleine Innen- und Hinterhöfe durch die "Bluatgasse", zum Spanischen Reithof, über die Albertina und die Nationalbibliothek direkt bist vor die Hofburg. Um erste Eindrücke zu gewinnen und sich möglicherweise Sehenswürdigkeiten, denen man etwas mehr Zeit widmen will, aus zu suchen.
Danach ab auf den Wiener Prater, dem wohl bekanntesten "Volksfest" Wiens, und erstmal Abendessen genießen (besonderer Tipp: Schweizer Haus, die Schweinestelze sollte man allerdings lieber zu zweit bestellen). Wenn es jetzt anfängt dunkel zu werden, ist die beste Zeit um sich ins Riesenrad zu setzen, den Sonnenuntergang zu bewundern oder auch später Wien als Lichtermeer bei Nacht zu bestaunen.
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Dienstag
Abwechslung vom Alltag der Großstadt Wien findet man im Nationalpark Donau-Auen. Hier gibt es für Alt und Jung neue Dinge zu entdecken. Der Nationalpark hat das ganze Jahr über geöffnet, bietet Führungen durch das Schloss und den umliegenden Park an. Wenn man mit dem Boot eine Exkursion machen möchte, muss man sich frühzeitig anmelden.
Zum Einen bietet das Schloss Orth eine umfangreiche Auststellung zum Thema Natur, in der auch interaktiv, beispielsweise bei einem Theater oder auf einer riesengroßen Landkarte, mitgewirkt werden kann. Man wird von Raum zu Raum geführt und entdeckt dort die Natur Stück für Stück. Führungen werden jederzeit auf Englisch und auf Anfrage auch auf Slowakisch gemacht! Im direkten Anschluss an das Schloss Orth ist die Schlossinsel, auf der man heimische Tierarten wie Ringelnattern oder Fische in einem unterirdischen Aquarium sehen kann.
Zum Anderen bietet der weitläufige Nationalpark ungeahnte Entdeckungsmöglichkeiten. Er erstreckt sich entlang der Donau von der Wiener Lobau bis an die österreichisch-slowakische Grenze bei Hainburg. Man ist hier mitten in einem Naturschutzgebiet, das einem Möglichkeiten für stundenlange Wanderungen mit einem der Ranger bietet. Ein besonderes Highlight ist eine Bootexkursion mit Schlauchboot, dem Kanu o.Ä. über die Donau.
Nach solch einem anstrengenden Tag ist ein Besuch ins Theater z.B. ins Wiener Volkstheater wohlverdient und entspannend, das Programm kann man der Homepage des Theaters entnehmen, oder einfach an den U-Bahnstation auf die riesigen Werbebanner schauen. Hier kann man sich zurücklehnen und komplett eintauchen in eine fiktive Welt und den Alltag um sich herum vergessen. Ob Tragödie, Komödie oder Lustspiel, das Programm ist vielfältig und dürfte wohl jeden ansprechen.
Wer danach noch nicht müde ist, kann sich im Wiener Nachtleben vergnügen. Geeignet ist hier beispielsweise das Bermuda-Dreieck (siehe auch bei Tipps zu Wien), U-Bahnstation Schwedenplatz, wo jeder auf seine Kosten kommt, oder der Milleniumstower, U-Bahnstation Handelskai, wenn man das ganze etwas ruhiger angehen möchte (Insidertipp: SoHo, Shisha- und Karaoke-Bar im obersten Stockwerk des Milleniumtowers)
Mittwoch
Um auch die neue, moderne Seite von Wien kennen zu lernen, bietet sich hier eine Führung durch das moderne Wien an, das neue Baukunst und neue Möglichkeiten der Architektur und Statik wunderbar zur Geltung bringt. Das "moderne Wien" stellt einen kompletten Gegensatz zur alten Innenstadt dar. Ein Highlight ist hier eine quaderförmig angelegte Kirche, die im völligen Gegensatz zum Stephansdom steht und die Weltoffenheit der heutigen Generation repräsentiert.
Nachmittags wäre ein Besuch im Kunsthaus Wien oder Hundertwasser-Museum für die Kunstbegeisterten oder auch die, die es werden wollen, geeignet. Das Kunsthaus hat täglich von 10:00 Uhr bis 19:00 Uhr geöffnet und das angrenzende Kunsthauscafé sogar noch eine Stunde länger. Es hat insgesamt vier Stockwerke, auf denen immer zwei Ausstellungen zu sehen sind. In den ersten beiden die Hundertwasseraustellung und in den oberen beiden variierenden Austellungen. Zur Zeit kann man in den oberen beiden Stockwerken die Ausstellung Kontroversen - Justiz, Ethik und Fotografie bewundern, die allerdings nicht für schwache Nerven ist.
Ein Abendessen mit einem richtigen Wiener Schnitzel beispielsweise beim "Figlmüller" unweit vom Stephansdom rundet den kulturellen Tag ab. Hier sitzt man in gemütlichen Ambiente zusammen bei einem Bier oder einem gespritzen Apfelsaft und genießt Österreichs größte Schnitzel, dazu lässt sich der Erdäpfel-Vogerl-Salat empfehlen, ein Kartoffelsalat mit Feldsalat gemischt. Man sollte jedoch vorher reservieren, da der Andrang auf das Restaurant sehr groß ist!
Donnerstag
Im Museumsquartier in Wien gibt es diverse Museen zur Auswahl: das Architekturzentrum (täglich 10-19h) ; die Kunsthalle Wien (Halle 1/2: täglich 10-19h, Do. 10-21h); das Leopold Museum (täglich 10-18h, Di. geschlossen, Do. 10-21h) und viele andere. So sollte hier doch wirklich absolut jeder auf seinen Geschmack kommen. Für viele dieser Sehenswürdigkeiten oder auch teilweise Workshops muss man sich jedoch vorher anmelden. Hierzu gibt es nähere Informationen auf der Homepage.
Direkt neben dem Museumsquartier liegen das Kunst- und das Naturhistorische Museum( Donnerstag bis Montag: 9:00 - 18:30 Mittwoch: 9:00 bis 21:00 Dienstag geschlossen). Hier ist es vielleicht noch wichtig zu wissen, dass Kinder und Jugendliche bis 19 Jahre freien Eintritt haben. Besucher mit der ViennaCard werden in fast allen Ausstellungen und Museen begünstig, weshalb es vielleicht eine Überlegung wert wäre sich genauer darüber zu informieren und sich möglciherweise eine zuzulegen.
Freitag
Der vorletzte und richtige Tag für ein Verwöhnprogramm: Auf dem Naschmarkt, einem Pendant zum Münchner Viktualienmarkt, lässt sich so ziemlich alles kaufen, was das Herz begehrt: Von Gewürzen über Naschereien bis hin zu ausländischen Spezialitäten. Der Markt ist so angelegt, dass man auf der einen Seite entlangschlendern kann und wenn man am Ende angekommen ist, auf der anderen Seite wieder zurückgehen kann. Natürlich lassen viele der Verkäufer mit sich handeln und man kann so manches Schmankerl wirklich günstig erstehen.
Danach sollte man sich einen Kaffee in einem der berühmten Wiener Kaffeehäuser gönnen, welches der unzählig vielen man wählt ist einem doch selbst überlassen. Am Besten geht man einfach die Einkaufspassagen rund um den Stephansdom ab und dann Richtung Hofburg. Bei der Bestellung seines "Kaffees" sollte man jedoch auf die Karte schauen und nicht einfach einen "Milchkaffee" bestellen, da dies auf Unmut beim Kellner stoßen könnte. So gibt es in Wien den Verkehrten, den Verlängerten, den kleinen Braunen, usw. (meistens steht dahinter was genau der Kaffee beinhaltet)
Einen erneuten Ausblick, diesmal vom Stephansdom aus, sollte ein jeder gehabt haben, der Wien besucht. Ob man den Nordturm (mit Aufzug und Aussichtsplattform) oder den Südturm (mit Treppen) wählt ist ganz egal. Eine Führung, die die beiden Türme und die Katakomben unter der Kirche beinhaltet und zu folgenden Zeiten gemacht wird, ist eine optimale Lösung: Montag bis Samstag zwischen 09:00 und 11:30 Uhr sowie zwischen 13:00 und 16:30 Uhr ; Sonn- und Feiertag zwischen 13:00 und 16:30 Uhr.
Der Heurige "10er Marie" etwas außerhalb des Großstadtgetümmels, jedoch bequem mit der Straßenbahn erreichbar, stellt wohl das typisch "Wienerische" dar. Bei einem Gläschen des diesjährigen Weines und einer österreichischen "Jause" verbringt man hier einen gemütlichen Abend mit Freunden oder Familie in einem alten Bauernhaus. Besonders bekannt ist hier das Weingut Fuhrgassl-Huber, in dem seit 1740 jedes Jahr der Heurige getrunken wird. Geöffnet hat der Buschenschank täglich von 15 - 24 Uhr, außer sonntags, das ist der Ruhetag.
Samstag
Das Schloss Schönbrunn ist die letzte Station der Wien in sechs Tagen Reise. Hier kann man zwischen diversen Tickets wählen, die jeweils auf die Nachfrage der Besucher zugeschnitten sind. Es gibt eine große Tour, eine kleine Tour, das Sisi Ticket, einen Gold Pass, einen Classic Pass und viele mehr. Man sollte sich hierzu am besten auf der Seite des Schlosses im Internet informieren, wo man auch Tickets kaufen kann um Wartezeiten zu vermeiden. Die Öffnungszeiten des Schlosses sind wie folgt: 1. April bis 30. Juni 8.30 bis 17.00 Uhr ; 1. Juli bis 31. August 8.30 bis 18.00 Uhr; 1. September bis 31. Oktober 8.30 bis 17.00 Uhr; 1. November bis 31. März 8.30 bis 16.30 Uhr. Der Ticketverkauf beginnt schon um 8.15 Uhr, geöffnet werden die Prunkräume aber erst um 8.30 Uhr. Auch der Besuch mit einem Rollstuhl wird durch einen Lift ermöglicht.
Fakt ist, dass der Schlosspark im Frühling/Sommer wunderschön begrünt ist und die Aussicht über das Schloss vom Schlossberg aus fantastisch ist. Man erlebt hier, wie Sissi, Franz und alle anderen Adligen Österreichs gelebt haben und in der AudioGuideTour im Schloss erfährt man interessante Details über das Liebesleben zwischen Franz und seiner Sissi. Der angrenzende Irrgarten ist ein absolutes Highlight, dass jedem zum Durchspazieren anregen sollte und in lustigen Irrungen und Wirrungen enden kann.
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