Wien - Stegreifbühne Tschauner
Ein Besuch in der Stegreifbühne Tschauner in Wien hat im Sommer seit Jahrzehnten Tradition. Hier kann man an einem lauen Sommerabend aus ganzem Herzen lachen.
Eine herrliche Sommerunterhaltung in Wien ist die Stegreifbühne Tschauner. Auch wenn dieses Freilufttheater heute Original Wiener Stegreifbühne, kennt man es in Wien einfach als "Tschauner". 1909 gründete Gustav Tschauner eine Sommerbühne in Wien. Durch die Heirat in eine Theaterfamilie entstand ein größeres Theater, das nach mehreren Übersiedlungen 1957 an der heutigen Adresse im 16. Bezirk von Wien in der Maroltingergasse seine endgültige Bleibe fand. Aus altem Holzmaterial wurde das Theater aufgebaut und die Gäste haben sich viele Jahre dort bestens auch mit wenig Komfort unterhalten. Nachdem das alte Theater einsturzgefährdet war, wurde das Theater an das Wiener Volksbildungswerk verkauft und nach altem Vorbild 1989 wieder neu aufgebaut. Es bekam nun sogar ein Faltdach, das es ermöglichte, auch bei schlechtem Wetter zu spielen. Früher musste die Vorstellung bei Regen unter- oder abgebrochen werden.
Tschauner ist das letzte Stegreiftheater Wiens und die größte Freiluftbühne von Wien. Hier wird jedes Jahr von Mitte Juni bis Mitte September zur großen Unterhaltung des Publikums gespielt. Man verbringt hier gerne einen lauen Sommerabend unter freiem Himmel und unterhält sich über Stücke wie "Mord in der Wurlitzergassn", "Krach im 9er Haus", "Das Freudenhaus vom Liebhartstal" oder "Der keusche Alois". Im Stegreiftheater haben die Schauspieler ein vorgegebenes Grundgerüst des Theaterstückes und spielen so wie es sich ergibt. Die besten Pointen entstehen oft nach Zurufen aus dem Publikum, wegen der vorbeifahrenden Feuerwehr usw.
Im Jahr 2010 treten auch Kabarett-Künstler auf und für junge Nachwuchstalente gibt es Möglichkeiten, erstmals vor Publikum zu spielen. Dazu wird das Stück "Jedermann in Wien" aufgeführt. Am Sonntag gibt es für Kinder Kasperltheatervorführungen. Viele der Schauspieler sind schon jahrelang beim Ensemble und werden schon bei ihren Auftritten mit Applaus vom Publikum empfangen. In der Pause gibt es, wie schon immer üblich, Knackwurst mit Brot, Aufstrichbrote und Bier oder einen G'spritzten dazu. Die Preise betragen bei Stegreifspielen ab 10 Euro, bei Kabarett ab 22 Euro und Kinder bezahlen beim Kasperl 5 Euro.
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