Wien - unbekannte Museen
Man muss in Wien nicht immer die Museen besuchen, die alle anderen Touristen auch sehen. Es gibt auch ganz andere, die keiner kennt, die aber sehr interessant sind.
Nichts gegen das Technische Museum, nichts gegen das Naturhistorische Museum - aber ein Besuch in manch anderen, relativ unbekannten Museen in Wien ist bestimmt auch sehr interessant und oft auch unterhaltsam. Auch abseits der großen Museen und Ausstellungen gibt es Sehenswertes. In einer Reihe von kleineren Museen kann man vieles sehen und erfahren, von dem man bisher noch nie etwas gehört hat. Diese Museen liegen nicht an den Touristenrouten und werden daher mit Adresse angeführt, damit sie auch gefunden werden können. Denn nicht einmal viele Wiener werden sie kennen.
Das Fälschermuseum im 3. Bezirk Wiens, in der Löwengasse 28, soll den Anfang der unbekannten Museen machen. Dieses Museum liegt genau vis-à-vis vom Hundertwasserhaus, das ja bei den Wien-Besuchern meistens bekannt ist. Das Fälschermuseum ist im deutschsprachigen Raum einmalig. Anhand von Fälschungen wird der Besucher genau darüber informiert, welche Unterschiede es hier gibt. Als Fälschung bezeichnet man die Kopie eines Werkes mit dem Hinweis, dass es das Original ist. Ein Falsifikat ist ein Bild, im Stil eines Malers gemalt als wäre es ein Original. Eine Verfälschung ist eine Fälschung mit Veränderungen und eine Kopie ist eine Kopie eines Werkes ohne Hinweis auf das Original. Schwierig, aber nach einem Besuch im Fälschermuseum kennt man sich perfekt aus! Die Öffnungszeiten sind Dienstag bis Sonntag von 10 Uhr bis 17 Uhr. Führungen können in Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch und Russisch durchgeführt werden. Erwachsene bezahlen 4 Euro Eintritt, Kinder zwischen sechs und 16 Jahren zahlen 1,50 Euro. Es gibt verschiedene Ermäßigungen. Für exklusive Führungen bezahlt man pro Person zusätzlich 2,50 Euro. Das Museum ist mit der U3 (Station Wien-Mitte) oder mit der Straßenbahn-Linie 1 (Station Hetzgasse) erreichbar.
Das Foltermuseum in Wien ist nur etwas für Leute mit guten Nerven. Auf ungefähr 800 Quadratmetern Ausstellungsfläche wird in dem unbekannten Museum über Hinrichtungsstätten in Wien, Foltermethoden und über Hexen- und Ketzerverbrrennung berichtet. Das Museum befindet sich im 6. Bezirk im Esterhazypark in einem Schutzbunker aus dem Zweiten Weltkrieg. Geöffnet ist es täglich von 10 Uhr bis 18 Uhr. Der Eintritt für Erwachsene beträgt 6 Euro und für Jugendliche 3,50 Euro. Erreichbar ist das Museum mit der Autobuslinie 57A oder der Linie U3 (Station Neubaugasse).
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Das Kriminalmuseum im 2. Bezirk, Große Sperlgasse 24, befindet sich in einem der ältesten Häuser des Bezirkes Leopoldstadt. Das Haus selbst ist schon einen Besuch wert. Hier werden die Geschichten der Verbrechen der Stadt erzählt. Es beginnt beim mittelalterlichen Strafvollzug und endet in der Zwischenkriegszeit. Es gibt vieles über das Leben der Menschen im alten Wien zu sehen und zu hören. Das Museum ist von Donnerstag bis Sonntag zwischen 10 Uhr und 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt für Erwachsene 5 Euro, für Schüler 2 Euro. Im Haus gibt es ein sehenswertes Museumscafé. In Wien könnte man auch noch das Bestattungsmuseum, das Verhütungsmuseum und eine Kanaldeckelschau besuchen.
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