Wo geht's nach Irland? Mietwagen versus eigenes Auto

Nach reichlicher Überlegung und zahlreichen Diskussionen steht endlich die Urlaubsdestination fest: Irland! …aber wie kommen wir hin?

Blick von Dun Aengus

Bei der Planung der Anreise sollte man auf jeden Fall überlegen wie lange man Zeit hat für die Reise. Als Faustregel gilt: je länger man da bleibst, desto mehr lohnt sich die Mitnahme des eigenen Autos. Trotz der Tatsache, dass zahlreiche Mietwagenfirmen mit Sonderangebote locken, ist der genannte Preis oftmals nicht der auf dem Papier. Angefangen dabei, dass die meisten Reisenden auf irischen Straßen doch eine Vollkaskoversicherung vorziehen bis hin zu dem Fakt das man vielleicht nicht mit einem Nissan Micra oder Opel Corsa seine Irlandrundreise absolvieren wollte. Auch für alle unter 28-jährigen wird es durch diverse Aufschläge teurer als das ursprüngliche Sonderangebot. Und hier beginnt jetzt das Rechnen und Überlegen.

Wichtigster Gedanke sollte hierbei sein, dass man für die Anreise von Deutschland nach Irland mindestens zwei Tage braucht. Die Kosten und Fahrzeiten können dabei stark variieren je nach Route und Saison. Hier drei Optionen:

Die erste ist von Rotterdam nach Hull mit der Nachtfähre (ca. 20:00 Ablegen und 8:00 Ankunft)(alternativ von Hoek von Holland nach Harwich, aber dadurch längere Fahrtstrecke in GB)überzusetzen und dann nach mit einer der Fähren von Holyhead nach Dublin/Dun Laoghire (Stena Line oder Irish Ferries) zu gelangen. Für alle die zielstrebig durch England und Irland durchfahren, sind die Fähren um 14:10 Uhr (3h10) und um 17:30 (1h50) Uhr (Schnellfähre, fährt bei schlechten Wetter nicht) die günstigsten. Wer Nordirland als Reiseziel hat kann auch eine der Fähren nach Belfast wählen (von Stranaer (Stena Line, 2-3h) oder Liverpool (Norfolkline, 8h)) oder von Fleetwood nach Larne (Stena Line, 8h) übersetzen.

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Die 2. Möglichkeit ist über den Kanal von Dover nach England zu kommen. Dabei hat man in Calais die Auswahl zwischen Schiff oder Zug (Eurotunnel, 20 Minuten). Von dort aus empfiehlt es sich nach Pembroke oder Fishguard zu fahren und dann mit der Fähre nach Rosslare, ganz in den Südosten Irlands überzusetzen (Stena Line oder Irish Ferries, 3-4h). Vorteile bei dieser Variante sind kurze Fährzeiten (für alle Seekranken) und sehr regelmäßige Abfahrten auf der Verbindung Calais-Dover, sodass man ruhig mal eine Extrapause einlegen kann. Und eines ist klar, wer mit Kindern reist hat bei der Fahrt durch den Eurotunnel schon das tollste Abenteuer auf der Anreise.

Die 3. Variante ist von der Küste der Normandie direkt nach Irland überzusetzen. Die Fähren von Irish Ferries legen ca. am späten Nachmittag Uhr in Roscoff oder Cherbourgh ab und sind dann am nächsten Morgen in um ca. 11 Uhr in Rosslare an. Klarer Vorteil ist man hat nur eine Fährüberfahrt und man kann die Überfahrt mehr genießen, denn es verbleibt noch genug Zeit für einen Deckbesuch nach dem ausgiebigen Frühstück.

Eines sollte man bei all den Sachen aber nicht vergessen: Irland liegt nicht gleich um die Ecke und das somit insgesamt mindestens 4 Tage verlorengehen in denen sich auch zusätzliche Kosten verstecken. Angefangen bei einer Übernachtung wenn man Variante 2 wählt bis hin Mautgebühren und Essenskosten. Aber wer den Weg als Ziel sieht, der ist in seinem eigenen Auto sicher am besten unterwegs.

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Autor: core  31.10.2010 |  Beitrag hilfreich? Ja | Nein

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