Work and Travel in Australien
Work and Travel in Australien wird mittlerweile jedem jungen Menschen ein Begriff sein. Wer träumt nicht auch davon, das große Australien auf eigene Faust zu entdecken?
Australien - ein verheißungsvoller Kontinent, rund 7,7 Millionen Quadratkilometer Fläche messend, lockt mittlerweile immer mehr junge abenteuerlustige Menschen in seine Gefilde. Neben Praktikas, Sprachkursen und einfach nur Urlaub bietet Australien auch noch eine weitere Möglichkeiten, nämlich das mittlerweile weit verbreitete "Work and Travel" - das Prinzip, in Australien zu arbeiten und von dem erarbeiteten Geld dann weiter zu reisen und hier und da eine Auszeit einzulegen. Erfahrungen und Spaß sind hierbei garantiert, wie auch das Antreffen unzähliger Gleichgesinnter, die fern von daheim ihr Glück versuchen wollen.
Jedoch müssen einige Vorbereitungen getroffen werden, um in das ferne Australien zu reisen: Erstens: Ein Visum beantragen, was aber zumeist kein großes Problem darstellt und einfach online zu erledigen ist. Zweitens: Einen Flug zu buchen, wobei man für Hin- und Rückflug ab 1000 Euro aufwärts rechnen darf. Und drittens: Geld sparen, da "Work and Travel"-Erfahrene dazu raten, mindestens 3000 Euro mitzunehmen, die man während des Jahres in Australien sicherlich verbrauchen wird. Ist man erst einmal in Australien angekommen, häufig in einer der großen Städte wie Brisbane, Sydney oder Perth, hat ein Konto und eine Steuernummer beantragt, kann man die geplante oder spontane Route verfolgen.
Hierbei gibt es verschieden Möglichkeiten, wie zum Beispiel einen der zahlreichen Fernbusse zu nutzen, die selbst in kleineren Ortschaften Halt machen. Man kann auch den komfotableren Zug wählen, unter anderem bei sehr langen Strecken wie zum Beispiel von Adelaide nach Ayres Rock, dem berühtem roten Felsen mitten im Outback. Die dritte Möglichkeit, die immer wieder viele Anhänger findet, besteht darin, sich entweder ein Auto zu mieten, oder, wenn man etwas eigenverantwortlicher sein will, ein Auto zu kaufen. Sowohl professionelle Autovermieter als auch Backpacker, die vor ihrer Abreise ihr eigenes Auto verkaufen wollen, finden sich mehr als genug, so dass man die passenden und günstigen Angebote abwägen kann. Ist man erst einmal im Besitz der vier Räder, kann man Sehenswürdigkeiten wie die legendäre Great Ocean Road mit ihren Zwölf Aposteln, den imposanten Felsen im Meer, problemlos genießen.
Die Route durch Australien sollte aber nicht nur nach persönlichen Vorlieben geplant werden, sondern vor allen Dingen auch nach den Jahreszeiten, da es in Australien verschiedene Klimazonen gibt. So herrscht hoch im Norden ein tropisches Klima vor, während es im Süden eher gemäßigt ist. Da Dezember bis März die heißesten Monate in Australien sind, sollte man während dieser Zeit eher gen Süden reisen, vielleicht sogar einen Abstecher nach Tasmanien machen, das eine einzigartige Vegetation hat und neben vielen anderen Arten auch den Tasmanischen Teufel, ein einzigartiges Beuteltier, beherbergt. Wird es dann wieder kühler, empfiehlt sich, entweder an der Westküste oder an der Ostküste gen Norden zu reisen. An der Westküste Australiens entdeckt man malerische weiße Sandstrände, rote Erde, eine eher karge Vegetation, unzählige Känguruhs, Delfine in den seichten Gewässern von Monkey Mia und die einzigartige Möglichkeit, in Exmouth mit den ungefährlichen Walhaien zu schnorcheln. Für Reisende, die vom "Work and Travel" eher Party erwarten, ist an der Ostküste gesorgt: Hier gibt es in den Städten wie Brisbane und Sydney genügend Möglichkeiten, sich auszutoben und auch das ehemalige Hippie-Strand-Dorf Byron Bay ist immer noch für seine entspannte Atmosphäre beliebt.
Für Unterkünfte, die sogenannten Hostels, ist in jedem noch so kleinen Dorf gesorgt und für Camping-Lieberhaber findet sich der eine oder andere Campingplatz, wenn gewünscht auch mitten in der Natur. Jobangebote gibt es zahlreiche, am meisten natürlich in den größeren Städten, hier winken Bars und Cafés, Nachtclubs und Restaurants. Doch da häufig viele Backpacker um die Jobs konkurrieren, zieht es einige auch in die abgelegeneren Gegenden Australiens, wo neben dem harten Farmalltag auch einzigartige Erfahrungen wie die das Kühe treiben, Pferde einreiten oder Schafe scheren zu machen sind. Beliebt ist beim "Work and Travel" auch das sogenannte WWOOFING - Willing Workers on organic farms - wo man auf Bio-Farmen nicht gegen Geld, sondern gegen Unterkunft und Verpflegung arbeitet. Oft lebt man als ein Teil der Familie und erlebt und lernt, wie man eine Farm zu organisieren und versorgen hat. "Work and Travel" in Australien bietet für jedermann das ganz eigene Abenteuer, ganz gleich ob man allein reist, mit Freund oder Freundin oder zu mehreren, es wird eine Erlebnis sein, von dem man noch lange erzählt und meint, sich selbst ein Stückchen näher gekommen zu sein.
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