Zum Gemalten Haus – ein Muss für Frankfurt Besucher
Apfelwein in Frankfurt ist ohne das Gemalte Haus nicht denkbar. Es ist die Institution, wenn es um Apfelweinkultur geht. Und überhaupt ist Apfelwein ein wichtiges Thema in der Stadt
Wir sind in Frankfurt-Sachsenhausen, Schweizer Straße. Nur unweit vom berüchtigten Apfelweinviertel Alt-Sachsenhausens entfernt liegt das „Gemalte Haus“ – die Apfelweinwirtschaft Frankfurts und inzwischen weit über die Stadtgrenzen bekannt. Hier genießt man einen „Schoppen“ im „Gerippten“, dem typischen Apfelweinglas mit den Rauten, damit es besser in der Hand liegt und nicht rutschen kann. Der echte Frankfurter sagt Ebbelwoi, Äppelwoi, Appelwein oder Stöffche, der Tourist outet sich als solcher, indem er Äppler bestellt.
Betritt man das Gemalte Haus steht man zunächst im überdachten Innenhof, in dem auch Tische stehen. Geradeaus geht es in die Schankstube, die etwas verwinkelt ist und sich weit nach hinten erstreckt. An den Wänden im gesamten Saal sieht man Wandmalereien, sogenannte Fresken. Sie zeigen historische Szenen aus Frankfurt und der Region. Es ist urig und gemütlich, mitunter auch laut, denn die Getränke regen zum Austausch an. An Holztischen, auf denen meistens ein „Bembel“ (Steinkrug) steht, sitzen die Gäste. Der Duft von Sauerkraut, Rippchen und Rindswurst, Blut- und Leberwürstchen liegt im Saal. Auf der Speisekarte mit Frankfurter Spezialitäten stehen zudem Grüne Soße und Handkäs‘ mit Musik. Es gibt keine gegrillten oder gebratenen Fleischgerichte, alles ist gekocht oder gewärmt – das ist auch typisch für die Sachsenhausener Küche. Hier wird Tradition gelebt – moderner Schnickschnack hat keine Chance.
Aber was ist das eigentlich Besondere am Gemalten Haus? Natürlich der selbstgemachte Apfelwein. Das heißt selbst gekeltert. Mal trüb, mal klar, das lässt sich vorher nicht sagen. Stark ist er, hat mehr Prozente als der industriell hergestellte und ist schon manch unerfahrenem Besucher zum Verhängnis geworden. Ein Schriftsteller aus der Region und bekennender Apfelweinliebhaber schrieb einmal einen Essay über Apfelwein, dem er den Titel gab: „Das bange Warten jeden Herbst“. Er meinte damit, dass man sehr gespannt darauf ist, wie der neue Jahrgang denn werden wird. Mal kräftiger, mal saurer, mal herber, mal süßer. Es ist eben ein reines Naturprodukt. Kurz vor Weihnachten ist es in der Regel soweit. Der Apfelwein ist ausgegoren und entfaltet seinen sauren, vollen Geschmack im Glas und auf der Zunge. Als Fazit bleibt zu sagen: Das Gemalte Haus ist dem echten Frankfurter zur zweiten Heimat geworden. Und jeder Frankfurt Besucher hat was verpasst, wenn er nicht einmal dort gewesen ist.
Weiterführende Inhalte zu Zum Gemalten Haus – ein Muss für Frankfurt Besucher
Ramada Frankfurt City Center, Frankfurt am Main4 Tage Hessen, 3 Sterne DZ, Frühstück ab 226€ buchen
Ferienhaus, 10 Pers.140 qm, Niederdorfelden ab 82€ buchen
Weitere Inhalte zeigen
Weiterführende Reisetipps
Beliebt in Frankfurt am Main
Kultur, Sightseeing, Silvester, TV Krimis, Städtereise, Reisen in Deutschland, Museen, Party, Urlaub
Verwandte Artikel
- Weihnachtsmärkte in Frankfurt - Weihnachtszauber für die ganze Familie erleben
- Apfelwein Frankfurt am Main - Die besten Apfelweinlokale
- Feiern gehen in Frankfurt am Main
- Finanzmetropole Frankfurt am Main - Die Wiege des Deutschen Bundes
- Tatort Drehorte - Hier wird in Frankfurt gedreht
- Party in Mainhatten - Die besten Clubs in Frankfurt
- Silvester auf dem Schiff in Frankfurt feiern - Den Jahreswechsel auf dem Main erleben
- Kultur Frankfurt am Main - Architektur, Theater und Kunst in der Mainmetropole

Kommentare zu Zum Gemalten Haus – ein Muss für Frankfurt Besucher