Die Ausstellung " Schism - Polish Art of the 1990s" zeigt noch bis zum 15. November in zwei Ausstellungsteilen die Entwicklung der zeitgenösischen polnischen Kunst. Der erste Teil zeigt Bilder einflussreicher polnischer Künstler der letzten 20 Jahre, der zweite Teil zeigt archivierte Materialien des Centre for ...Mehr
Contemporary Art Ujazdowski Castle, dem Ort an dem die Ausstellung "Schism - Polish Art of the 1990s" statt findet. Weniger
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    kommentare Kommentare zu Ausstellung Schism - Polish Art of the 1990s
    • Userbild fjoerd48fjoerd hat 48 Beiträge geschrieben und hat sich damit die Silbermedaille verdient. ab 10 Beiträgen Bronzemedaille ab 25 Beiträgen Silbermedaille ab 50 Beiträgen Goldmedaille ab 75 Beiträgen Auszeichnung Bronze ab 100 Beiträgen Auszeichnung Silber ab 250 Beiträgen Auszeichnung Gold Als Beiträge zählen wir jede Nacht deine Reisetipps, Kommentare, Bilder, Trips, Fragen, Antworten & Reiseinformationen.
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      05.11.09 16:20
      Schism gibt durch zahlreiche Kunstobjekte, wie Bilder, Videos und plastischen Instellationen eindrucksvoll Zeugnis über die Kritik, Ängste und Hoffnungen von Polen nach der Perestroika und Einführung der freien Marktwirtschaft.

      Zu sehen sind unter anderem Frauen, die nach der Befruchtung mit elektronischen Medien Barbiepuppen gebähren, oder Männer die Seiten aus Büchern ausreisen und Präservative darüber stülpen, genauso wie mit roter Farbe verschmierte Zimmer mit Horror-Videos an den Wänden, aber auch Menschen die völlig nackt und befreit Fangen im Keller spielen.

      Man erkennt hier sehr klar die Angst der polnischen Intelektuellen, daß die sehr vielfältige und reiche Kultur des Landes, das hervorragende Bildungsystem und die sozialen Elemente durch die Marktwirtschaft und "Amerikanisierung" verloren gehen, schätzt aber auch die großen Freiheitsgrade des neues Systems.

      Diese Ausstellung regt wirklich sehr zum Nachdenken an. Man empfindet großen Respekt vor den Menschen in den Ländern Mittel- und Osteuropas, die ohne fremde Hilfe den Übergang vom Sozialismus zur Marktwirtschaft in kürzester Zeit vollzogen haben, und trotzdem nicht blind den Errungenschaften der McDonalds- und Coca Cola-Kultur folgen, sondern versuchen eine möglichst hohe nationale Identität und deren reiches kulturelles Erbe zu wahren.
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