Der Carinthische Sommer wurde 1969 gegründet und zählt mittlerweile zu den renommiertesten österreichischen Musikfestivals, das jährlich im Juli und August im stattfindet. Hauptaustragungsorte sind das Barockstift Ossiach, am idyllischen Ossiacher See gelegen und das nur wenige Kilometer entfernte Congress-Center in ...Mehr
Villach. Das Genre Kirchenoper, Kurse und Veranstaltungen für und mit Kinder, Künstlergespräche und Vorträge zählen zu den Fixpunkten des Programms: Kultur zum Erleben und zum Anfassen. Daneben gibt es reichlich Platz für Kammermusik oder Liederabende, für Sinfonien und Konzerte. Auch das traditionelle Kärntnerlied, als Herzstück der Volksmusik des südlichsten österreichischen Bundeslandes, findet liebevolle Aufnahme und Pflege. In der Ehrenmitgliedstafel des Festivals finden sich Namen wie: Prof. Dr. h.c. Paul Badura-Skoda, Rudolf Buchbinder, Prof. Gottfried von Einem, Kammersänger o.Univ.-Prof. Robert Holl, Kammersängerin Christa Ludwig und Prof. Dr. Kurt Pahlen, der sich Zeit seines Lebens vor allem der Arbeit mit den Kindern beim Carinthischen Sommer gewidmet und unvergessliche Vorträge gehalten hat.
Außerdem konnte bereits Künstler wie Sir Peter Maxwell Davies, Ernst Krenek, Arvo Pärt, Claudio Abbado, Leonard Bernstein, Sir Eliot Gardiner, Lorin Maazel, Zubin Mehta, Riccardo Muti, Sir Roger Norrington, Wilhelm Backhaus, Gidon Kremer, Oleg Maisenberg u.a. für das Festival gewonnen werden.
1974 fand die erste szenische Aufführung von Georg Friedrich Händels "Triumph von Zeit und Wahrheit" (Ort: Stift Ossiach), 1975 die österreichische Erstaufführung der Kirchenoper "Der verlorene Sohn" von Benjamin Britten statt. 1977 wurde das Erste Europäische Leonard Bernstein Festival gegeben, außerdem die Uraufführungen von "Pilatus" (Gertrud Fussenegger/Cesar Bresgen), "Das Spiel vom Menschen" (Cesar Bresgen, 1982), "Überlasst den Elementen euch und ihren Geistern" (Lotte Ingrisch/Gottfried von Einem, 1991), "Paracelsus" (Hugo Käch, 1993), "Wenn der Teufel tanzt" (Wolfram Wagner, 1996), "Hochzeit in Kana" (Peter Planyavsky, 1998), Der Berg (René Clemencic, 2003), sowie die Rekonstruktion der Barockoper "Assalone Punito" von Pietro Andrea Ziani (1980) und die Uraufführung der Musikalischen Revue "Alles Theater" (Kurt Pahlen, 1997) prägen das einzigartige und charismatische Gesicht des Festivals. Weniger
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    kommentare Kommentare zu Carinthischer Sommer
    • Userbild Noctambule
      5
      26.04.08 13:36
      Auch wenn die Konzertpreise in einigen Bereichen und Kategorien schwer erschwinglich sind, ist man in den meisten Fällen, ohne Ermäßigung, mit 10 € gut bedient, ein großartiges Konzerterlebnis genießen zu dürfen. Vor allem das Ambiente rund um den Ossiachersee und der Spaziergang in den Konzertpausen bereichert das musikalische Fachsimpeln oder man kann seine Gedanken einfach in den See hinaus tragen.
      Man kommt auch überraschend leicht mit den Künstlern selbst ins Gespräch oder man kann sich, sofern sie es machen, ihre Vorträge anhören, deren Eintritte sehr ermäßigt oder sogar frei sind.
      Ich habe schon u.a. die Pianisten Tzimon Barto, Rudolf Buchbinder, Stefan Vladar und Oleg Maisenberg erlebt, hatte einen amüsanten Small-Talk mit Christa Ludwig und habe mit dem leider schon verstorbenen Musikpädagogen Kurt Pahlen einen guten Kontakt gehabt. Wir haben uns gegenseitig sehr geschätzt.
      Wenn man im Sommer in Kärnten ist, zahlt es sich also mit Sicherheit aus, ein Konzert beim Carinthischen Sommer zu hören - und wenn es eine "sichtlose" billige Karte ist, die es ohnehin nur in der Stiftskirche und nicht im Congress-Center gibt, kann man die barocke Zier der alten Kirche genießen.
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